Nacktheit in freier Natur legalisieren

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MichaelNaturist
Bäumchen
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Beitrag von MichaelNaturist »

Nude92 hat geschrieben: Donnerstag 5. März 2026, 17:13 Wenn dann später im Fernsehen irgendwelche Dokus oder Kurzreportagen zu FKK und Nudismus zu sehen waren, haben sich meine Eltern geekelt und solche Menschen als verrückt abgetan.

Deswegen lebe ich bis heute meine Nacktheit im Geheimen aus. Ich gehe alleine zum örtlichen FKK-See, ohne dass es jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis weiß.
Diese Einstellung ist ja schlimm!
Da sieht man, dass wir uns nicht mehr zu Natur dazugehören wollen.
Eine Lebensart lehnt sein Aussehen ab. Das ist auf der Erde ein Alleinstellungsmal.
Schlimm was eine keusche Erziehung anrichten kann. Viele kommen aus so einem intoleranten geistigen Getto nicht mehr heraus.

Kannst du dir vorstellen, mal Mut aufbringen und in einer Gruppe nackt zu wandern?
Gibt es bei euch ein FKK-Verein?
In einer Nacktwandergruppe wird man als Ganzes gesehen und nicht der Einzelne. Dabei hält sich die Scham in Grenzen.
Leider ist das so, dass in manchen Familien Nacktheit kategorisch abgelehnt wird. Mit der Begründung: "Was sollen die Nachbarn über uns denken". Bei Gesprächen mit Teilnehmer mancher Nacktwanderungen, hörte ich immer wieder heraus, wie solche Menschen mit der Veranlagung unter diesen Beschränkungen leiden.
Versuch es mal deiner Veranlagung mehr Raum zu geben. Du wirst sehen, wenn die Angst gesehen zu werden schwindet, dann wird das deiner Seele guttun.
Ich werde in Freiburg, wenn alles gut geht, bei der Nacktdemo teilnehmen.
https://nudare-aude.com/demo-nacktwande ... burg-2026/
So wie du heimlich zum See fährst, kann man mit einer Ausrede zur Wanderung fahren.

Gruß
Michael
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Stephan NRW
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Beitrag von Stephan NRW »

Der Traum aus der Überschrift, wird wohl immer ein Traum bleiben.
Wir leben in einer christlich, prüden Gesellschaft, in der dazu noch wilhelminische Ansichten von Keuschheit übriggeblieben sind.
Hinzu kommt noch die Angewohnheit des Menschen, alles, was anderes als er selbst ist - ich nehme mich da bei gewissen Dingen nicht aus - zu verurteilen und zu diskreditieren.
Hautfarben sind ander, Kulturen sind anders, Homosexualität ist anders und Nacktheit ist besonders anders, da sie mit Sex - ihgitt! - zu tun hat. Darum wird man als Nackter immer am Rande der Gesellschaft stehen - jedenfalls in Westdeutschland.
Ändern kann man nur den eigenen Zugang zur Nacktheit, in dem man einfach nackt ist, wann und wo man will. Schließlich ist es ja nicht explizit verboten.
Gehöre in keine Schublade: nicht FKKler, nicht Nudist, nicht Naturist.
Einfach Mensch, der gerne nackt ist und es genießt.
Nude92
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Beitrag von Nude92 »

Hi Michael,

Mut muss ich nicht aufbringen und Angst, gesehen zu werden, habe ich auch nicht. Eigentlich muss ich gestehen, dass es mir schon beinahe gefällt, so gesehen zu werden. Ich weiß, das klingt exhibitionistisch, aber es ist nichts Sexuelles. Ich fühle mich eher stolz, dass ich etwas wage, was andere nicht wagen. Eine Art Überlegenheit, könnte man sagen, weil ich eine intellektuell primitive Norm abgelegt habe.
Ich bin sogar schon allein in ein paar Wäldern gewandert und bin dabei auf andere (angezogene) Wanderer gestoßen. Zum Glück verlief es ohne Probleme. Besonders freundlich waren diese aber nicht. Haben nicht mal „Hallo“ gesagt.

Ansonsten gehe ich im Sommer an 1-2 Seen zum FKK. Bei einem ist es offiziell und beim zweiten inoffiziell. Beim Inoffiziellen gibt es aber nicht mal eine Toilette, aber trotzdem fast genauso viele Nackte.

An einer offiziellen Nacktwanderung wollte ich schon öfters teilnehmen, aber diese sind jedes Mal so weit entfernt, dass mir die Lust dazu vergeht.
Zur Demo hatte ich mich bereits angemeldet, bin mir aber auch noch nicht zu 100% sicher, ob ich hinfahre. Zum einen ist es die Entfernung und zum anderen weiß ich nicht, ob ich wirklich Zeit haben werde.
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