Ist "zu Hause nackt sein" eigentlich FKK?

GuguPlacki
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Beitrag von GuguPlacki »

Nur wenn Sie mit anderen Personen als Ihrem Partner zusammen sind. Nur dann wird es zu einem FKK-Fest.
yeti
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Beitrag von yeti »

Hanna hat geschrieben: Donnerstag 7. Juli 2022, 19:52 Anders gefragt: Ab wann beginnt für euch "FKK", findet FKK ausschließlich in der Natur statt oder geht das auch grundsätzlich in einem Gebäude und inwiefern unterscheidet es sich vom reinen Nacktsein?
Für mich persönlich fällt das in den eigenen vier Wänden nackt sein eher nicht unter FKK, solange keine Menschen dabei sind, die nicht auch sonst im Haushalt wohnen, und demnach zum rein persönlichen Lebensbereich gehören, wie Familie und Partner.
Ich bin da etwas anderer Meinung und würde das auch zur FKK zählen. Ich sehe keinen Grund zu der Differenzierung nur draußen/nur mit anderen. In meinen Augen können alle Formen gut parallel existieren und gelebt werden.
Lisaträumerin
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Beitrag von Lisaträumerin »

Ich sage ganz plump ja, weil ich über zuhause nackt sein erst wirklich drüber nach gedacht habe mal mit dem Wohnmobile zu einem FKK Campingplatz zu fahren.

Wenn ich zuhause nur nackt sein würde, dann würde ich nein dazu sagen, dass wäre dann eher nur eher eine Gewohnheit.

Aber dass Thema ist halt wie jedes Thema, der eine legt es strenger aus und der andere nicht so streng. Und gibt etliche Meinungen, es sollte keiner verurteilt werden wenn er nicht die gleiche hat.
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Daniel
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Beitrag von Daniel »

Ich würde auch sagen, dass zuhause Nackt sein schon zu FKK gehört. Ich Sehe FKK/Naturismus als Lebenseinstellung wozu auch das Zuhause gehört. Hier kann man seine Lebenseinstellung ja dann auch ausleben.
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Hannes
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Beitrag von Hannes »

Wenn ich Zuhause nackt bin, ist das für mich kein FKK.
Das ist dann eher ein Zustand, in dem ich mich wohlfühle, weil ich ohne Klamotten bin.

Vielleicht liegt das z.T. begründet in meiner Lebensgeschichte:
ich bin mit FKK groß geworden, wenn unsere Eltern damals gesagt haben, wir gehen zum FKK, dann
war das für uns Kinder immer ein großes Vereinsgelände draußen auf einer großen Wiese
auf der wir mit vielen Freunden zusammen nackt sein konnten.
Wir haben gespielt und getobt und zusammen im Zelt geschlafen - alles nackt!
Oder wir sind an einen FKK-Strand gefahren.

Ich verbinde mit dem Begriff FKK bis heute immer auch eine Situation, in der ich mit anderen Menschen
zusammen nackt sein kann. Und das am liebsten draußen in der Natur.
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Beitrag von Wanderer »

Hannes hat geschrieben: Dienstag 14. April 2026, 02:09 ich bin mit FKK groß geworden, wenn unsere Eltern damals gesagt haben, wir gehen zum FKK, dann
war das für uns Kinder immer ein großes Vereinsgelände draußen auf einer großen Wiese
Das kenne ich ähnlich. In meiner Jugend war "wir gehen zum FKK" im wesentlichen die Abkürzung für "wir gehen zum FKK-Strand". Ich erinnere mich, dass "FKK" so selbstvertändlich als Synonym für "FKK-Strand" verwendet wurde, dass Sätze wie "Wir waren am FKK" völlig normal waren.

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The good life is one inspired by love and guided by knowledge. Bertrand Russell
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Beitrag von Giorgaki »

Grundsätzlich geht es bei der FKK um Gemeinschaft. Wie ich allein zu Hause bin, spielt keine Rolle. Wenn ein ganzer Familienhaushalt nackt ist - auch im Garten, evtl. mit Haussauna, Pool oder Tischtennisplatte, zusammen irgendwelche sportlichen Spiele nackt macht - dann würde ich auch zu Hause von FKK sprechen.
Wenn ich draußen nackt bade oder wandere, nenne ich das auch nicht FKK. Oft habe ich den Eindruck, man will das Wort "nackt" meiden, und schreibt: "ich mache FKK". Mir erscheint das Wort nackt viel natürlicher. FKK gehört in den Verein.
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Beitrag von Fkkler1981 »

ich bin auch daheim gerne nackt :D
Konrad R.
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Beitrag von Konrad R. »

Und? Ist das für Dich FKK?
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Beitrag von nacktGEtanzt »

Freikörperkultur ist ein Wort, das so erfolgreich wurde, weil es den eigentlichen Kern, um den es geht, nicht so deutlich anspricht, wie Nacktkultur oder Nudismus. Dass man nackt nur draußen, in der mehr oder weniger freien Natur, unter Gleichgesinnten diese Kultur praktizieren oder erleben kann, ist eine Einschränkung, die auf die Bemühung zurückgeht, diese Nacktheit mit Natürlichkeit, frischer Luft, sauberem Wasser und höherer Sittsamkeit, einer Distanzierung von der als sündig angesehenen Sexualität, zu verbinden.
Viele anständige Naturist*innen sind nicht in Räumen, nicht außerhalb von FKK-Geländen, nicht hinter hohen Hecken, die man auf FKK-Geländen vermeidet, nicht im Bett, nicht bei Sport und Tanz, nicht in Museen oder Theatern und nicht auf Fotos nackt.
Diese Beschränkung der Nacktheit ist für mich ein Zeichen, dass die Grenzen in unserer Gesellschaft zum Teil übernommen wurden. Dort ist man nur unter der Dusche oder beim Sex nackt, in der FKK ist sie auch auf dazu reservierten Geländen möglich, für die es aber Zugangsbeschränkungen und all diese Verhaltensnormen gibt. In meinen Augen sollte in der Kultur, die wir FKK nennen, möglich sein, Grenzen infrage zu stellen und davon abzuweichen. Eine Kultur in der ihr eigentlicher Kern begrenzt wird und kommt um ihre Legitimation und um ihre Lebendigkeit.
Schon in den 60ern kann man die negativen Folgen dieser Begrenzungen ausmachen. Als alle Welt begann, offener mit Sexualität und Nacktheit umzugehen, definierten die Vereine enge Grenzen zwischen sich und die sog. wilden Nackten an vielen Stränden, denen unlautere Absichten und Verhaltensweisen unterstellt wurden. Diese Definitionen wirken heute noch nach.
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