Gedanken über Nacktheit Naturismus

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MichaelNaturist
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Beitrag von MichaelNaturist »

Auf meinem X Account findet eine Diskusion über Nacktwanderwege statt.
Ein Ausschnitt davon möchte ich mal an dieser Stelle posten:

Mein Anfang der Diskussion:
Heute bin ich dieselbe Strecke nochmal gelaufen. Im Auto auf dem Feldweg lächelte mir eine Frau entgegen.
Tut das gut! Endlich mal wieder nackt in der Natur.

oh yes:
Bin heute 20km unterwegs gewesen. Sooooo viele waren da, Parkplatz war voll und keiner war angezogen

ich:
Wie kalt war es und wie hat sich das angefühlt? Im Sommer fahre ich meistens nackt im Auto, aber an diesen zwei Tagen war ich froh,
dass am Ende der Wanderung ich was an hatte und die Heizung im Wagen lief.
Dann habe ich ein großes Eis gegessen und mir war es wieder kalt.

oh yes war gestern auf dem Naturistenweg Undeloh unterwegs.

von oh yes:
Wie es sich anfühlt? Für mich ist es normal, liebe es halt. Ich war von 17° bis 11° nackt unterwegs gewesen.. 18:00 Uhr war ich am Auto wieder. Es waren gefühlt 25 Autos da. Und überall nackte gesehen. Diese offizielle Wanderweg brauchen wir in Hessen auch

meine Antwort:
Es gibt Naturisten, die sind gegen solche Nacktwanderwege und ich auch. Nacktheit soll zur Normalität werden, das geht nur, wenn wir überall sichtbar sind. Ich halte es wie Ulrich.

Mein Komentar zu diesem Block steht hier:
https://nudare-aude.com/warum-jeder-wan ... erweg-ist/
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Antwort von Irek Adamczyk:
Menschen klagen, dass Bevölkerung FKK Lebenstil nicht versteht, aber selber gar nicht dazu machen, dieses Verständnis zu fördern. Je mehr Menschen öffentlich FKK Leben führen, desto schneller wird es verständliche Normalität.
Es sollen keine Ghettos sein - "nur für FKK" oder "nur für Textiles". Das zeigt, dass FKK etwas böses oder unmoralisch ist, das verhindert werden muss. Die ähnliche Themen waren mit LGBTQ. In Vergangenheit wurden auch gesagt, dass LGBTQ in ihre eigenen Pubs, Discos, Strände, Restaurants gehen sollten. Diese Einstellung bringt gar nicht positives.
Wir sind unterschiedlich und gleich.

Adamczyk bringt es auf dem Punkt.
Er wohnt in Berlin und geht im Sommer auch mal unbekleidet ohne Probleme dort spazieren. Das geht nicht überall. Zeigt aber, dass sich Menschen an sowas gewöhnen können.
https://x.com/Irek_Adamczyk
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Nudehiker
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Beitrag von Nudehiker »

Nacktheit ist doch der normale Zustand vor der Verkleidung.

LGN
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MichaelNaturist
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Beitrag von MichaelNaturist »

Nudehiker hat geschrieben: Samstag 8. März 2025, 12:00 Nacktheit ist doch der normale Zustand vor der Verkleidung.

LGN
So ist es! Aber manche können sich gerade selbst und den Partner nackt ertragen. Und manche legen sich unter das Messer, um die Natur zu korrigieren.
Diese Leute sind so weit von der Natur entfernt, dass sie einen anderen nackten Menschen nicht ansehen können. Eine konservative Erziehung führt auch noch zu verstärkten Schamgefühl.
Auch die Kirche ist nicht ganz unschuldig, hat sie doch Keuschheit mit Gläubigkeit in Verbindung gebracht.

Es gibt auch andere Religionen wie die nackten Jain Mönche. Über diese Mönche lief im Kino eine Dokumentation.
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Hannes
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Beitrag von Hannes »

Ich treffe gerne andere nackte Menschen wenn ich selber nackt unterwegs bin;
um mich nett zu unterhalten, oder einfach das Gefühl der Gemeinsamkeit zu genießen.

Deshalb bin ich so gerne auf dem Naturistenweg bei Undeloh unterwegs.
Alleine würde es mir nicht so viel Freude bereiten.

Ich begrüße es sehr, dass es diesen offiziellen Nacktwanderweg gibt.
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Beitrag von harryster »

Leider ist der von Bielefeld zu weit weg, um schnell mal hin zu fahren.
78 Jahre gelaufen, kein Rost nur leichte Gebrauchsspuren, Topzustand
Manni-HH
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Beitrag von Manni-HH »

Deshalb bin ich so gerne auf dem Naturistenweg bei Undeloh unterwegs.
Alleine würde es mir nicht so viel Freude bereiten.
Ich begrüße es sehr, dass es diesen offiziellen Nacktwanderweg gibt.

Ich finde , das es je nach der Größe des Bundeslandes , mindesten ein Nacktwanderweg gben sollte .
Denn zahlnen wir denn nicht alle Steuern , oder habe es .
Das wäre doch mal eine Lösung um nicht so weit fahren zu müssen .
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MichaelNaturist
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Beitrag von MichaelNaturist »

Auf Naturistenwegen ist man unter Gleichen. Die Angst läuft nicht mit. Andere müssen mit Nackten rechnen und haben nichts zu meckern.
Fährt man alle zwei Tage oder ein mal pro Woche 100 bis 200 Km oder mehr?
Wenn in Hessen ein Naturistenwanderweg im Odenwald gibt und man wohnt in Kassel, dann ist das auch zu weit weg. An den anderen Tagen ist man nur noch zu Hause in der Wohnung nackt.
Ich möchte für meine Lebensweise, wenn es warm ist so oft wie möglich auf Kleidung verzichten.

Das heißt:
Ich bin zu Hause und auf dem Balkon nackt, solange es mir nicht zu kalt ist.
Ich bringe den Müll nackt raus, dabei kann mich jeder sehen. Fußgänger, Leute in den Autos.
Wenn ich mit dem Freud spazieren gehe, trage ich meistens keine Kleidung.
Ich schäme mich nicht und habe auch keine Angst, wie auf dem Mittelaltermark mit Ritterspielen auf der Burg Herzberg. Dort zog ich mich vor allen Leuten aus und badete in einem Trog mit warmen Wasser, wo mich jeder nackt sehen konnte. (Ein Foto ist hier im Forum)
Wenn es warm ist, laufe ich meisten jeden Tag nackt meine Runden, im Winter notgedrungen angezogen. Ich mache einmal in der Woche Rehasport. Das reicht aber nicht. Wenn Nacktheit zur Normalität wird, dann macht man sich keine Gedanken mehr, man ist einfach nackt.
Ich wohne im Mietshaus, dort kennen sie mich auch nur ohne Kleidung. Das geht soweit, dass ich auch schon mal nackt bei meiner Nachbarin war und wir haben uns ihre Urlaubsbilder angesehen.

Natürlich gefällt meine Nacktheit nicht jeden. Es ist mir egal, das ist mein Leben. So wie heute im Burgwald. Ein Ehepaar war über meine Nacktheit nicht begeistert. Das hat man am Gesichtsausdruck gesehen, sagten aber nichts. Die anderen Begegnungen waren das Gegenteil.

Wenn ich mit einer Gruppe mit Horst (nacktwandern.de), zweimal im Jahr mitlaufe und dann mal zwei Stunden fahre, ist das OK. Zumal ich viele Leute seit jahrzehntealten kenne.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass man, wenn die Fahrzeit sehr lang ist, doch mal an den Naturistenwochen in Münster, Sachsen und Thüringen mitzulaufen und mietet sich in dieser Zeit ein Zimmer.
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MichaelNaturist
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Beitrag von MichaelNaturist »

Ich habe noch was von einem Naturisten im Internet gefunden:

Wenn du an etwas glaubst, kannst du nicht aufgeben, egal was die Konsequenzen sind.
Das Wichtigste ist, ehrlich zu sich selbst zu bleiben.
Jede Änderung der Meinung der Menschen braucht einen Anstoß.
Nicht-sexuelle Nacktheit ist für Erwachsene oder Kinder nicht beleidigend.
Das ist Heuchelei.
Heutzutage gibt es viel mehr sexualisierte Filme, Werbung und Kleidung, die für jeden zu sehen sind.
Nicht-sexuelle Nacktheit ist ein Menschenrecht.

Ich habe daruf geantwortet:
Es wird aber immer Menschen geben, die Nacktheit mit Sexualität verwechseln oder Nacktheit für unanständig halten.
Man höre sich mal den Podcast ab Position 16:01 an.
https://www.ardaudiothek.de/episode/wdr ... /13671505/
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Nudehiker
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Beitrag von Nudehiker »

Nacktheit ist uns wesentlich und führt uns zu uns selbst und zur Körperakzeptanz; wir verstecken uns in Kleidern; in Äußerlichkeiten, weil wir manchmal nicht wissen wer wir sind und was wir brauchen.

Nacktheit, Naturismus, Nudismus, FKK sind Namen nur; Bezeichner, oder eher Wegweiser.

Nacktheit in der Natur ist natürlich.
Wir entfernen uns immer mehr von unserer Körperlichkeit, auch durch Optimierungs- und Anpassungsprozesse.

Eigentlich ist Nacktsein Therapie für die Seele.

LG Nudehiker
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