Erster FKK-Wanderweg in MV: „Eine Art Trendsportart“

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MichaelNaturist
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Erster FKK-Wanderweg in MV: „Eine Art Trendsportart“

Beitrag von MichaelNaturist »

Ich habe da ein Bericht in der Kreiszeitung Wesermarsch vom 27.09.2025 gefunden.
Am Rätzsee ist jetzt der Naturistenwanderweg offiziell.
https://www.kreiszeitung-wesermarsch.de ... 21249.html
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drum1608
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Beitrag von drum1608 »

ja, aber der Weg ist nur 3 km lang, kann man da vom Wandern sprechen?
Gewiss, der Weg ist gut für Leute, die es mal "probieren" wollen. Wir alten Hasen laufen eh um den Rätzsee, wie uns der nackte Schnabel gewachsen ist. Haben wir schon seit Jahrzehnten gemacht und ich denke nicht, dass sich daran groß was ändert.
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Hannes
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Beitrag von Hannes »

Für meine Ansprüche ist dieser Mini-Wanderweg nichts.
Aber ich bin da auch schon sehr verwöhnt von anderen Nacktwanderungen...

Für Ängstliche kann der Weg ja vielleicht zur Einstiegsdroge werden. :D

Immerhin, jetzt haben wir DREI offizielle Nacktwanderwege hier in unserem Land.
Mal sehen, ob noch weitere dazu kommen...
Mizunomen
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Beitrag von Mizunomen »

Hannes hat geschrieben: Dienstag 14. Oktober 2025, 18:57 Mal sehen, ob noch weitere dazu kommen..
Eigentlich unnötig. Man kann, besser gesagt darf doch überall nackt wandern. Oder gibt es ein offizielles Verbot?
Ich denke immer an die Gruppe in Sachsen, die jedes Jahr viele Wanderungen im Elbsandsteingebirge unternimmt. Auf ganz normalen Wegen. Ärger hatten die glaube noch nie.
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Hanna
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Beitrag von Hanna »

Das Thema hatten wir doch nun auch schon 20 mal. Theoretisch nicht verboten bedeutet nicht, dass man Bock auf potenzielle Anzeigen (ja, auch als Frau oder Paar) oder allzu überraschte andere Wanderer hat. Offizielle Wanderwege sind aus meiner Sicht IMMER zu bevorzugen, da man da den nötigen rechtlichen Rückhalt hat, dass dies eher nicht passiert. Und als große Gruppe zu wandern ist auch grundsätzlich etwas anderes als allein oder als Paar. Sieht offizieller aus, keiner zeigt ne ganze Gruppe an und es wirkt auch gleich ganz anders.
Wir war'n naive Kinder und sie waren wilde Tiere,
wir blieben in der Unterzahl

~ Per Aspera Ad Aspera
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MichaelNaturist
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Beitrag von MichaelNaturist »

Hanna hat geschrieben: Donnerstag 23. Oktober 2025, 09:21 Theoretisch nicht verboten bedeutet nicht, dass man Bock auf potenzielle Anzeigen (ja, auch als Frau oder Paar) oder allzu überraschte andere Wanderer hat. Offizielle Wanderwege sind aus meiner Sicht IMMER zu bevorzugen,
Hallo Hanna,
ich beobachte schon lange die Naturistenzehne und mir ist nicht bekannt, dass eine eine Frau ein Bußgeld nach OWG §118 zahlen musste. Bei Männern kann es allerdings anders aussehen.
Und das eine Gruppe nicht angezeigt wird, stimmt so auch nicht. Diese Erfahrung macht vor Jahrzehnten Horst Kem mit einer Gruppe.
Aber was soll man machen, wenn kein offizieller Nacktwanderweg in der Nähe ist.
Fünfhundert Km und mehr fahren für eine Wanderung die nur vier Stunden dauert.
Ist eine Gruppenwanderung in der Nähe angesetzt, dann ist das vielleicht nur einmal in der Nähe und was mache ich im Sommer mit dem Rest der Zeit, wenn ich gerne unbekleidet in der Natur laufen will.
Viele laufen dann doch alleine oder in einer kleinen Gruppe.
Manche verstehen nicht was, wir machen, regen sich auf. Dann ist es eben so.
Ich habe hier im Forum beschrieben, dass mich ein Ehepaar anzeigen möchte und mich sogar fotografiert hat. Und was ist dabei herausgekommen? Nichts! Wie so oft.
Und bei einem Parkplatz an einem Naturistenwanderweg. Hier hat ein Forumsmitglied geschrieben, dass der Parkplatz voll war und er an der Straße parkte und nackt eingestiegen ist. Dabei wurde er gesehen und die Person regte sich auf.

Und hier eine gegensätzliche Meinung:
Warum „offizielle“ Nacktwanderwege keine gute Idee sind – und wie du nackt wandern kannst, auf jedem Wanderweg.

https://nudare-aude.com/warum-jeder-wan ... erweg-ist/

Zudem möchte ich noch auf den Kommentar in diesem Block von Ralf Sprenger  hinweisen:

https://nudare-aude.com/warum-nacktsein ... syche-ist/

Auf den Bildern bin ich in der Öffentlichkeit zusehen und in dem Zuber haben mich viele Menschen auf der Burg als einziger nackter gesehen, auch Kinder, alles ohne Probleme!

Auch möchte ich darauf hinweisen, dass Ulrich Thomas Wolfstädter Gründungsmitglied vom GNG ist.
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Hannes
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Beitrag von Hannes »

Es geht doch gar nicht darum, ob es erlaubt oder verboten ist, nackt auf öffentlichen Wegen
innerhalb Deutschlands zu wandern. Viele haben einfach keinen Bock auf eventuelle Auseinandersetzungen mit
textilen Wanderern. Selbst wenn ich im Recht bin, hinterlässt eine unangenehme Begegnung mit einem
unfreundlichen Menschen bei mir einen bitteren Beigeschmack. Und den möchte ich beim Nacktwandern einfach nicht haben!
Ich mache mich ja durch meine Nacktheit sowieso schon leichter angreifbar/verletzbar, zeige mich wie ich bin
in meiner ganz persönlichen Empfindlichkeit. Da brauche ich nicht auch noch böse Blicke oder Kommentare.

So wie mir geht es vielen.
Nicht alle haben so ein enorm dickes Fell!
Deshalb fände ich es gut, wenn es hier in unserem Land in Zukunft mehr offizielle Nacktwanderwege geben würde.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass dadurch diese Trendsportart noch mehr Zulauf bekommen würde.
Odo01
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Beitrag von Odo01 »

Wandern war für mich lange Zeit kein Thema.
Wie ich an anderer Stelle schon einmal beschrieben habe, hatte ich 2018 einen Sportunfall – da war an Laufen zunächst nicht zu denken. Inzwischen bin ich wieder so weit, dass ich mir vorstellen kann, an einer Wanderung teilzunehmen.

Dass es mit der Bewegung so lange gedauert hat, ist zum Teil meine eigene Schuld. Nach dem Unfall bin ich irgendwie in ein Loch gefallen und habe die Krankengymnastik schleifen lassen. Ich konnte ja gehen, und es gab schließlich auch diese bunten Pillen. Doch mit der Zeit wurden die Strecken immer kürzer und die Schmerzen stärker.

Jetzt klappt es wieder ohne Medikamente, und ein paar Kilometer schaffe ich schon ganz gut. Deshalb würde ich mich gern einmal einer Wandergruppe anschließen – allerdings nur im Flachland. Beim längeren Bergabgehen habe ich noch meine Schwierigkeiten, aber ich denke, das bekomme ich auch noch in den Griff.

Eine Nacktwanderung würde sich hier im Rheinland gut anbieten, da es schön flach ist. Allein würde ich mich das allerdings nicht trauen; wie Hannes schon beschrieben hat, fühlt man sich dabei irgendwie angreifbar. In einer Gruppe wäre das sicher anders – da fühlt man sich einfach stärker.

Merkwürdigerweise ist es für mich am Strand überhaupt kein Problem, egal ob an der Nord- oder Ostsee – und das auch auserhalb vom FKK-Bereich.
Natürlich führe ich Selbstgespräche. Manchmal braucht es eine Expertenmeinung.
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MichaelNaturist
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Beitrag von MichaelNaturist »

FKK-Vereine und Naturisten-Wanderwege sind für mich FKK Gettos.
Von gesellschaftlichen Zwängen sich zu entkoppeln, nicht auffallen und somit nicht anzustoßen.
Warum sind denn die Naturistenwanderwege erst entstanden?
Menschen wollten damals nicht nur in den Vereinen und an FKK-Badestränden nackt sein, sondern auch die Natur außerhalb solcher Areale nackt sein.
Man wanderte nackt in der Natur, auch wenn es in der Gruppe mal Ärger mit der Polizei gab.
Wo wären wir denn heute, wenn es diese Pioniere der Naturisten nicht gegeben hätte.
Der internationale Verein INF-FNE und der GNG setzten sich für das Recht auf das textilfreie Leben und Akzeptanz ein. Diese Bemühungen sind sinnlos, wenn wir uns verstecken!
Natürlich kann das auch mal unbequem sein Es ist ärgerlich, es berührt uns.
Und wird es weiter hin offizielle Nacktwanderwege geben? Wer wartet sie? Die klammen Gemeinden oder Vereine?

Ich bin im Kellerwald dieses Jahr nackt zum Kellerwaldturm gelaufen. Auf dem Turm angekommen, sah ich auf der Plattform ein Mann. Ich fragte ihn, ob ihm das nichts ausmache, wenn ich nackt bin. Verblüffende Antwort: „Bei uns im Pfälzer Wald laufen so viele nackt herum, daran habe ich mich gewöhnt. „
Siehe da, die Sichtbarkeit von Naturisten trägt langsam Früchte.
Es wird Zeit, dass wir aus unserer Wohlfehlecke herauskommen!

Es gibt noch eine andere Minderheit hier und auf der ganzen Welt. Das sind quere Menschen, zu denen ich auch gehöre und die für ihre Rechte in Form von CSDs auf sich aufmerksam machen, auch mal provozieren. Sogar ihre Freiheit riskieren oder ins Gefängnis gesteckt werden.
Homosexualität war bis 1994 bei uns strafbar. Und noch heute eckt man als solcher in der Gesellschaft an, obwohl wir normale Menschen sind. Nur kämpfen wir für unser Recht.
Uns ärgert es auch, wenn wir von der Gesellschaft komisch angesehen und angepöbelt werden.
Wir stecken aber nicht den Kopf in den Sand.

Was soll uns das sagen: Nur wenn wir sichtbar bleiben und für unsere Rechte kämpfen, auch wenn es unbequem ist, Ärger macht, werden sich die Menschen daran gewöhnen und Nacktheit wird gesellschaftsfähig. Und wenn wir Glück haben wird sich das Verhalten der Behörden und die Gesetzgebung ändern.

Dann noch was, ich habe internationalen Kontakt zu Naturisten. Was glaubt ihr denn wie viele Menschen, ob Mann oder Frau, alleine, zu zweit oder zu dritt nackt laufen!
Dazu ein Beispiel von einem Österreicher:

https://naturismus.kanja.at/Aktivitaete ... mitGruppen
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Heinz-79618
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Beitrag von Heinz-79618 »

MichaelNaturist hat geschrieben: Donnerstag 30. Oktober 2025, 10:47 Was soll uns das sagen: Nur wenn wir sichtbar bleiben und für unsere Rechte kämpfen, auch wenn es unbequem ist, Ärger macht, werden sich die Menschen daran gewöhnen und Nacktheit wird gesellschaftsfähig. Und wenn wir Glück haben wird sich das Verhalten der Behörden und die Gesetzgebung ändern.
Das ist genau meine Meinung!
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Nackt ist natürlich - natürlich nackt!
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