Ist "zu Hause nackt sein" eigentlich FKK?

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Hannes
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Beitrag von Hannes »

nacktGEtanzt hat geschrieben: Dienstag 7. Juli 2026, 15:20 ...Diese Beschränkung der Nacktheit ist für mich ein Zeichen, dass die Grenzen in unserer Gesellschaft zum Teil übernommen wurden. Dort ist man nur unter der Dusche oder beim Sex nackt, in der FKK ist sie auch auf dazu reservierten Geländen möglich, für die es aber Zugangsbeschränkungen und all diese Verhaltensnormen gibt. In meinen Augen sollte in der Kultur, die wir FKK nennen, möglich sein, Grenzen infrage zu stellen und davon abzuweichen. Eine Kultur in der ihr eigentlicher Kern begrenzt wird und kommt um ihre Legitimation und um ihre Lebendigkeit.
Hmm...mir wird nicht ganz klar, was Du damit sagen möchtest?
Mir ist das viel zu schwammig formuliert. Welche Grenzen sollten denn Deiner Meinung nach
bei der FKK überschritten werden?
Und inwiefern kann man vom Verhalten bei der FKK auf die Gepflogenheiten unserer Gesellschaft schließen?

In einem bin ich mit Dir d´accord: Der Begriff "Freikörperkultur" umschifft den heiklen Bereich der "Nacktheit",
der oft in Zusammenhang mit unsittlichem Verhalten in Verbindung gebracht wird (leider).
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Stephan NRW
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Beitrag von Stephan NRW »

Ich verstehe das so, daß man der FKK überall frönen können sollte. Weil es eine Kultur ist und somit nicht in bestimmten Areale gepfercht werden sollte.
Da wäre ich für!

Vielleicht gar den Zwang zu Badekleidung in Schwimmbädern öffnen, damit nackte Körper wieder ein alltäglicher Anblick werden und nicht nur in der Werbung oder div. Medien.

Mehr Offenheit und Nacktheit wagen. Wofür in Freiburg demonstriert wurde.
Gehöre in keine Schublade: nicht FKKler, nicht Nudist, nicht Naturist.
Einfach Mensch, der gerne nackt ist und es genießt.
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nacktGEtanzt
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Beitrag von nacktGEtanzt »

Gemeinsam mit anderen nackt zu baden, sich nackt zu bewegen und sich nackt miteinander zu unterhalten, war vor über 100 Jahren sicher eine Grenzüberschreitung in der damaligen Gesellschaft, die wir uns heute kaum vorstellen können. Die Protagonistinnen bemühten sich also sehr, diese Nacktheit mit allerlei Begründungen zu rechtfertigen und ihr auch neue Grenzen zu setzen, die den damalig verbreiteten Vorstellungen und Verdächtigungen den Wind aus den Segeln nehmen sollten. Zu diesen Grenzen gehörte, dass man Nacktheit nur gemeinsam an bestimmten Orten duldete, draußen, wegen der Naturnähe oder der gesundheitlichen Wirkung von Licht, Luft und Wasser. Man zog sich nicht vor anderen aus, vermied körperliche Nähe, auch manche Bewegungen und zog sich in geschlossenen Räumen etwas an. Adolf Koch war für anere Nudisten ein Aussenseiter, weil er in seinen Instituten Frauen, Männer und Kinder in geschlossenen Räumen gemeinsam nackt üben ließ. Andernorts ging das nur nach Geschlechtern getrennt oder eben bekleidet oder draußen. Immerhin hat Adolf Koch sich an eine andere Regel gehalten, als Anleiter hatte er was an, obwohl er ja wenig vorturnte und die Teilnehmenden ihn nicht immer ansehen mussten. Solche und ähnliche Regeln werden heute immer noch oder sogar mehr beachtet. Ich weiß, dass manche Naturist*innen nur an FKK-Orten nackt sind, zuhause fast nie.
Die Freikörperkultur sollte nicht durch solche selbstgezogenen Grenzen definiert werden. Wer gern nackt ist, allein zu zweit, im Bett oder in der Küche, erweitert zumindest für sich diese Kultur, deren Kern darin besteht, in unserer weitgehend bekleideten Gesellschaft den Verzicht auf Kleidung zu genießen, ihre Notwendigkeit, ob zuhause oder woanders, infrage zu stellen und immer mehr Raum für das Nacktsein zu erobern.
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